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Bodenbeläge Innen - Eigenschaften

Maßgebend für die Betonwerksteinplatten-Herstellung ist die DIN 18500 "Betonwerkstein; Begriffe; Anforderungen; Prüfung; Überwachung" (Ausgabe April 1991).

Betonwerksteinbeläge werden entweder als unbewehrte, maschinengefertigte Erzeugnisse zweischichtig mit Vorsatz- und Kernbeton hergestellt oder aus einem vorgefertigten Blockbeton, einschichtig und unbewehrt als Tafelware geschnitten. Die Unterfläche ist hierbei sägerau. Betonwerksteinplatten können in beiden Fällen kalibriert werden und sind somit sehr genau, besonders für die Verlegung im Dünnbettverfahren (Plattendicke ± 0,5 mm formatabhängig).

Die Art der Oberflächenbearbeitung der Bodenplatte muss in der Ausschreibung angegeben werden. Im Regelfall ist dies nach DIN 18500 "geschliffen". Die DIN 18500 zählt die Bearbeitungsarten auf. Die chemische Oberflächenbehandlung wird meist nach der Verlegung ausgeführt.

Plattengrößen
20 x 40 cm 48 x 26 cm
25 x 25 cm 50 x 50 cm
25 x 50 cm 50 x 75 cm
30 x 30 cm 60 x 33 cm
40 x 40 cm 60 x 60 cm
40 x 60 cm
Sonderformate,
z.B. Sechseck-Platten,
sind möglich.
Plattendicken
25 x 25 cm = ca. 2,5 cm
30 x 30 cm = ca. 2,7 od. 3,5 cm
Platten (Außen) mit Kanten-
längen 40 cm @ 4 cm
Platten (Außen) mit Kanten-
längen 50 cm @ 5 cm
Platten (Innen) ≥ 2 cm
Weitere Ausführungen möglich.
Gewicht pro qm
Bei 2,0 cm Dicke = 48 kg
Bei 2,5 cm Dicke = 53 kg
Bei 2,7 cm Dicke = 63 kg
Bei 3,5 cm Dicke = 78 kg
Bei 4,0 cm Dicke = 96 kg
Bei 5,0 cm Dicke = 112 kg
Stückzahl pro qm
20 x 40 = 12,5 Stck.
25 x 25 = 16 Stck.
25 x 50 = 8 Stck.
30 x 30 = 11 Stck.
40 x 40 = 6,25 Stck.
40 x 60 = 4,2 Stck.
48 x 26 = 8 Stck.
50 x 50 = 4 Stck.
50 x 75 = 2,7 Stck.
60 x 33 = 5 Stck.
60 x 60 = 2,8 Stck.
Achtung: Mehrmengen für
Verschnitt beachten.

Lieferung
Auf Paletten, in der Regel in Folien eingeschrumpft oder mit Kunststoffbändern bereift.

Verlegung

Für Bodenbeläge im Dickbett ist Mörtelgruppe IIa und III mit einer Mörtelbettdicke von 1,5 - 3 cm zu verwenden. Auf Dämmschichten ist Mörtelgruppe III in der erforderlichen Mindeststärke > 45 mm zu verwenden. Klebemörtel im Dünn- bzw. Mittelbett nach Vorschrift der Herstellerwerke.

Fugenverband

Kreuzfugen
Versetzte Fugen
Bahnenverband
Römischer Verband

Fugenausbildung

Betonwerksteinplatten < 60 cm mind. 2 - 3 mm Betonwerksteinplatten > 60 cm mind. 5 mm Fugenmörtel aus Zement nach DIN 1164 (Festigkeitsklasse ≥ 32,5 N/mm²) und Quarzsand mit Mischungsverhältnis 1 : 2,5 - 3, nach Raumteilen oder Fertigmörtel.

Anmerkungen

Gegebenenfalls auftretende Farb- und Strukturschwankungen sind bedingt durch Abweichungen in der natürlichen Gesteinskörnung oder durch unterschiedliche Herstellverfahren, und stellen keinen Mangel dar. Eventuell auftretende Ausblühungen sind witterungsbedingt im jungen Alter möglich. Sie können z.B. durch weiches Wasser gelöst werden und stellen ebenfalls keinen Mangel dar.

Oberflächenbearbeitung

Ein wesentliches Charakteristikum von Bodenbelägen aus Betonwerkstein ist, dass sie auch nachträglich vollflächig mit Fußbodenschleifmaschinen bearbeitet werden können. Dabei wird ein erneutes Spachteln und Feinschleifen notwendig. Hierbei entsteht ein Boden höchster Qualität der vergleichbare Eigenschaften eines klassischen Terrazzoboden besitzt.

Oberflächenbehandlung

Oberflächenbehandlungen sind zusätzliche Leistungen, die unabhängig von der Oberflächenbearbeitung gesondert ausgeschrieben werden müssen. Sie stellen eine nachträgliche Behandlung der Oberfläche dar.

Bodenbeläge aus Betonwerkstein werden - wenn gewünscht - nach dem Einbau poliert (Glanzbildung, Poliereffekt) oder auch kristallisiert. Hierbei werden Fluate (chemisch reagierende Salze der Kieselfluorwasserstoffsäure) in Wasser gelöst auf Betonwerkstein- und Terrazzooberflächen aufgebracht. Sodann reagieren diese mit Kalkverbindungen des Zementsteins und u.U. auch des Zuschlags, wodurch harte und porendichte Oberflächen entstehen. Hier durch wird die Widerstandsfähigkeit der Oberflächen erhöht, die Wiederanschmutzung erheblich verzögert und die Pflege vereinfacht. Die Struktur des Oberflächenbelages bleibt erhalten. Eine solche Behandlung muss in Abhängigkeit von dem eingesetzten Produkt nach den Herstellerangaben erfolgen.

Pflege

Die Reinigung und Pflege von Fußbodenflächen aus Betonwerkstein erfolgt im Nassverfahren. Während der Nutzung sollte der Betonwerksteinboden mit Wischpflegemitteln gereinigt werden, die gleichzeitig Pflegesubstanzen enthalten. Stark saure und nicht rückfettende Mittel sind ungeeignet. Ebenfalls ungeeignet ist der Einsatz von Reinigungsmaschinen mit Reinigungspads großer Härte und starken Bürsten. Detaillierte Empfehlungen für die wirtschaftliche Reinigung und Pflege von Bodenbelägen aus Betonwerkstein gibt das von der GGB (Gütegemeinschaft Großflächenverlegung Betonwerkstein e.V.) herausgegebene technische Merkblatt "Betonwerksteinböden richtig pflegen" oder die Pflegehinweise der Hersteller.

Zur Rutschhemmung von Betonwerkstein

Eine große Zahl von Unfällen sowohl in Arbeitsräumen als auch im häuslichen Bereich wird durch Ausrutschen verursacht. Die Ursachen hierfür sind oftmals die Ausgestaltung des Fußbodens und dessen Verschmutzung.

Für Bodenbeläge, die zur Verlegung in Arbeitsräumen und Arbeitsbereichen mit erhöhter Unfallgefahr vorgesehen sind, wurden daher spezielle Anforderungen an die rutschhemmenden Eigenschaften und deren Prüfung festlegt ("Merkblatt für Fußböden in Arbeitsräumen und Arbeitsbereichen mit Rutschgefahr des Fachausschusses Bauliche Einrichtungen bei der Einzelhandels-Berufgenossenschaft, Bonn").

Bodenbeläge aus Betonwerkstein mit Schliff C 220 erfüllen, wie einschlägige Untersuchungen zeigen, mit R 9 die Mindestanforderungen hinsichtlich der Rutschhemmung, die Mehrzahl der untersuchten Beläge sogar die Anforderungen für die Bewertungsgruppe R 10.

Demnach kann davon ausgegangen werden, dass Fußböden aus geschliffenem Betonwerkstein ohne weitere Nachweise den Anforderungen der Bewertungsgruppe R 9 gemäß BGR 181 bzw. DIN 51 130 entsprechen, wenn

  • die Bodenbeläge aus Betonwerkstein nach DIN 18500 hergestellt wurden und
  • die Bearbeitungsarten "geschliffen" und "feingeschliffen" gemäß DIN 18500 vorliegen und der Feinschliff nur bis Schliff C 220 erfolgt ist.

Wichtig für die Rutschhemmung ist auch, dass nur auf den Boden abgestimmte Wischpflegemittel verwendet werden.

Anmerkungen
Zur Verlegung in Großräumen sind die "Hinweise zur Verlegung von Betonwerksteinplatten in Großräumen" zu beachten.

Gegebenenfalls sind Farb- und Strukturschwankungen, bedingt durch Abweichungen in der Gesteinskörnung, Zement sowie produktionsbedingt unterschiedlichen W/Z-Faktoren nach DIN 18333 Absatz 2.2.3 zulässig.


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