Hersteller | Lieferanten

Bestellung | Portraits

Suche | Sitemap

Startseite/Home

Aktuelles

Vorstand

Objektberichte

Prospekte

Termine


Infos, Bilder, Prospekte

Treppen Innen

Treppen Außen

Bodenbeläge Innen

Bodenbeläge Außen

Terrazzoböden

Fassaden

Innen- und Außenmöblierung
Gestaltungselemente

Muster

Infos allgemein

Links



Die schönste Variante des Betons

Gelesen in F&P 12/2007
Dipl.-Ing. Marion von der Heyde ist Innenarchitektin AKNds./BDIA. Nach dem Studium arbeitete sie in einem PlanungsbĂŒro fĂŒr Innenarchitektur und entwickelte Raumkonzepte fĂŒr den Privat- und Objektbereich. Seit 1998 ist sie als Produktmanagerin bei Kerapid fĂŒr die Marke "Granisol" verantwortlich. Unter diesem Warenzeichen werden selbsttragende Elemente aus Betonwerkstein vermarktet.
Betonwerkstein kann auch in BĂ€dern im Privat- und Objektbau eingebaut werden. Die relative Fugenlosigkeit der großen Formate, die glatte porenlose OberflĂ€che und die vielfĂ€ltigen Strukturen und Farbigkeiten des Betonwerksteines sprechen fĂŒr dieses Material.

Mit Betonwerkstein lassen sich auch kleine BĂ€der großzĂŒgig und klar gestalten.
Das Bad ist ein Ort der Reinigung, Entspannung und Meditation. Dieser Raum ist nicht nur sinnbildlich mit dem Element Wasser verbunden, sondern hier wird beim Baden, Duschen und Waschen auch krĂ€ftig mit Wasser hantiert. Seit der Antike werden die WĂ€nde von BaderĂ€umen mit Fliesen geschĂŒtzt. Ein Schwachpunkt dieser OberflĂ€che sind damals wie heute allerdings die Fugen, weil sie gerade bei kleinformatigen Fliesen einen relativ großen Reinigungsaufwand erfordern und AngriffsflĂ€chen fĂŒr Bakterien und Schmutzablagerungen aller Art bieten. Auch aus optischer Hinsicht ist es wĂŒnschenswert, wenn große Formate WĂ€nde und Fußboden bekleiden wĂŒrden. Denn so wirken RĂ€ume, insbesondere kleine BĂ€der, großzĂŒgig und klar gestaltet.

Einige Hersteller bieten komplette Duschbodeneinheiten an, die breits werkseitig mit Betonwerksteinplatten belegt und mit einer integrierten Abdichtung ausgerĂŒstet sind.

GrĂŒn ist eine Farbe, die eine hohe AffinitĂ€t zu Wasser aufweist und sich deshalb gut fĂŒr FeuchtrĂ€ume eignet.
Hier kommt das Material ins Spiel, um das es in diesem Beitrag geht: Betonwerkstein. Er wird heute in unterschiedlichen Herstellungsverfahren in vielen Formaten und Dicken produziert. Interessant sind in diesem Zusammenhang natĂŒrlich die großformatigen und dĂŒnnwandigen Platten. Große Formate minimieren den Fugenanteil einer Wand - und BodenflĂ€che erheblich, dĂŒnnwandiges Material benötigt nur eine geringe Aufbauhöhe einer Wand - oder Fußbodenkonstruktion. Dies ist im Hinblick auf die Modernisierung von BestandsbĂ€dern ein wichtiger Aspekt. DarĂŒber hinaus bieten einzelne Hersteller variable Formate an, die nach individuellen PlĂ€nen von Architekten und Verlegern zugeschnitten werden. So lĂ€sst sich vermeiden, dass die optische Wirkung einer FlĂ€che durch Anschnittplatten zerstört wird.
Bodengleiche Duschen: Fix und fertig lieferbar

Der Tendenz, aus GrĂŒnden der Optik und Barrierefreiheit in FeuchtrĂ€umen bodengleiche Duschen einzubauen, kann mit großformatigen Betonwerksteinplatten auch Rechnung getragen werden. Einige Hersteller bieten komplette Duschbodeneinheiten an, die bereits werkseitig mit Betonwerksteinplatten belegt und mit einer integrierten Abdichtung ausgerĂŒstet sind. Vor Ort werden diese Verbundelemente auf die Rohdecke gesetzt beziehungsweise beim Bauen im Bestand der Estrich in der Aufbauhöhe des Elements ausgespart. Das GefĂ€lle dieser Elemente kann mittig zum Ablauf hin oder als schiefe Ebene ausgebildet sein.

Große Formate minimieren den Fugenanteil.

Selbsttragende, großformatige Betonwerkstein-Elemente können ohne weitere Unterkonstruktion als Trenn- und InstallationswĂ€nde aufgebaut werden.
Eine bodengleiche Dusche kann mit großformatigen Betonwerksteinplatten auch vor Ort ausgefĂŒhrt werden. Dies erfordert aber aus meiner Sicht einen erhöhten Planungs- und handwerklichen Aufwand, besonders im Hinblick auf die Ausbildung des GefĂ€lles im Estrich, die Anarbeitung der Abdichtung und das passgenaue Zuschneiden und plane Verlegen der GefĂ€lleplatten.

Betonwerksteinplatten, die dem Anforderungsprofil der DIN 51097 "Bestimmung der rutschhemmenden Eigenschaft" entsprechen mĂŒssen, haben gegenĂŒber einer Fliese mit gleicher Klassifizierung der Rutschhemmungsgruppe einen Vorteil. Die BetonwerksteinoberflĂ€che ist wesentlich glatter und somit leichter zu reinigen als eine vergleichbare Fliese.

Betonwerkstein-Elemente als TrennwÀnde aufgebaut

Seit einigen Jahren haben sich großformatige Betonwerkstein-Elemente am Markt etabliert, die im raumbildenden Innenausbau zum Einsatz kommen. Selbsttragend werden sie ohne weitere Unterkonstruktion als Trenn- und InstallationswĂ€nde aufgebaut.

Betonwerkstein - Materialeigenschaften

Der klassische Betonwerkstein, gefertigt nach DIN 18500, ist "ein vorgefertigtes Erzeugnis aus bewehrtem oder unbewehrtem Beton, welches bearbeitet oder besonders gestaltet ist". Zement, Mineralien, Wasser und Betonzusatzmittel sind die Komponenten, aus denen er hergestellt wird.

Mit Hochleistungszementen entstehen hochdichte Betone. Zuschlagstoffe aus Mineralien, wie zum Beispiel Granit, Marmor, Basalt und Quarz, geben dem Betonwerkstein seine Grundfarbigkeit. Je nach GrĂ¶ĂŸe der Mineralienkörnung bilden sich fein-, mittel- oder grobkörnige Strukturen.

Mineralien, Glasgranulate und Farbpigmente können Farbe in Betonwerksteine bringen.
Durch Zugabe von alkalibestĂ€ndigen farbigen und transparenten Glasgranulaten entstehen im Betonwerkstein interessante Optiken und Verspiegelungen. Mit hochwertigen, lichtechten Farbpigmenten lassen sich auch Betonwerksteine entwickeln, die NCS- oder RAL-Farbtönen entsprechen. Besonders Betonwerksteine, deren blaue, grĂŒne und tĂŒrkise Grundfarbe eine besondere Konvergenz zum Wasser aufweist, lassen sich hervorragend herstellen.Je nach Zuschlagstoff und verwendeten Schleifmedien kann die OberflĂ€che des Betonwerksteines seidenmatt, glĂ€nzend oder hochglĂ€nzend geschliffen sein.
Aussparungen und Bohrungen fĂŒr Objekte und Ausstattungsteile sind schon werkseitig eingearbeitet. Die fugenlose OberflĂ€che dieser Elemente ist prĂ€destiniert fĂŒr den Einbau in FeuchtrĂ€umen im Privat- und Objektbau. In Kombination mit den oben beschriebenen Boden-Verbundelementen lassen sich schlĂŒsselfertige KomplettbĂ€der erstellen.

Auch Waschtische und Waschtischanlagen in öffentlichen GebĂ€uden können aus Betonwerkstein in einem StĂŒck gefertigt werden. Als Serie oder Unikate werden sie nach individuellen PlĂ€nen aus entsprechendem Betonwerksteinmaterial produziert.

Material muss Haushaltsfeuchte erreicht haben

Neben der sorgfĂ€ltigen Produktion ist die ordnungsgemĂ€ĂŸe Verlegung des Betonwerksteines eine Voraussetzung dafĂŒr, dass der Nutzer langfristig Freude an dem Material hat. Im Gegensatz zu keramischen Produkten reagieren Betonwerksteine empfindlich auf ihre Umgebungstemperatur und -feuchtigkeit. FĂŒr die Verlegung von Betonwerksteinplatten ist es daher unabdingbar, dass das zu verarbeitende Material seine Haushaltsfeuchte erreicht hat. Dies ist der Fall, wenn zwischen Produktion und Verarbeitung mindestens 28 Tage vergangen sind. Wird dieser Zeitraum unterschritten, fĂŒhren Schwindungen im Betonwerkstein mit hoher Wahrscheinlichkeit zu SchĂ€den: Risse in den Platten, Belagsablösungen vom Untergrund und Flankenabrisse der Fugen sind dann zu erwarten.

Damit insbesondere große Platten plan verlegt werden können, ist darauf zu achten, dass das Material vollflĂ€chig waagerecht und ohne ÜberhĂ€nge transportiert und gelagert wird. Denn großformatige Betonwerksteinplatten, die lĂ€ngere Zeit senkrecht stehend abgestellt werden und dabei noch einseitig entlĂŒften, werden sich mit Sicherheit verwerfen. Einseitiges EntlĂŒften des Materials sollte grundsĂ€tzlich vermieden und angebrochene Paletten immer wieder mit Transportfolie verschlossen werden.

Je nach FormatgrĂ¶ĂŸe und Dicke des Betonwerksteines sind die entsprechenden Verlegesysteme wie DĂŒnn-, Mittel- oder Dickbettkleber zu wĂ€hlen.

Einzelne Hersteller bieten Formate an, die nach individuellen PlÀnen von Architekten und Verlgern zugeschnitten werden.
Die OberflÀche muss behandelt werden

Ein Betonwerkstein aus der Produktion ist offenporig und saugfÀhig. Deshalb ist eine OberflÀchenbehandlung unerlÀsslich. Sie erfolgt in der Regel vor Ort nach Verlegen der Platten oder dem Einbau der Elemente.

Vereinzelt bieten Hersteller auch eine werkseitige OberflĂ€chenbehandlung des Betonwerksteines an. Aus meiner Sicht scheint es aber sinnvoller zu sein, die OberflĂ€che nach einer sorgfĂ€ltigen Grundreinigung des Betonwerksteines als letzten Arbeitsgang zu behandeln. So werden auch die Fugen einbezogen und in gewisser Weise geschĂŒtzt.

Der Markt bietet viele Möglichkeiten einer OberflĂ€chenbehandlung fĂŒr Betonwerksteine an.
FĂŒr BĂ€der und FeuchtrĂ€ume scheint mir die ImprĂ€gnierung des Betonwerksteines die sinnvollste zu sein. Sie bildet keine Schicht auf der OberflĂ€che des Betonwerksteins und hat je nach verwendetem Produkt eine hydro- und olophobierende Wirkung. Der Betonwerkstein wird durch diese Behandlung wasserabweisend und bedingt fleckunempfindlich.

Keine sÀurehaltigen Reiniger verwenden

Die Reinigung einer geschliffenen glatten BetonwerksteinoberflĂ€che ist an sich problemlos. Zahlreiche Hersteller bieten entsprechende Reinigungsmittel und -Systeme fĂŒr Betonwerkstein an. Diese Produkte sind so eingestellt, dass sie die BetonwerksteinoberflĂ€che nicht angreifen.

Sehr empfindlich reagiert Betonwerkstein aber auf sĂ€urehaltige Reinigungsmittel. Die geschliffene OberflĂ€che wird an den damit benetzten Stellen stumpf und rau. Bei lĂ€ngerfristiger oder immer wiederkehrender Beaufschlagung mit sĂ€urehaltigen Reinigungsmitteln kommt es zu gravierenden SchĂ€den in der BetonwerksteinoberflĂ€che. Dies kann bis zum Lochfraß im Stein fĂŒhren.

An dieser Stelle möchte ich daraufhinweisen, dass bis auf einige Ausnahmen alle handelsĂŒblichen WC-Reiniger sĂ€urehaltig sind. So sollte jeder Nutzer, der Betonwerkstein als Plattenmaterial am Boden in einer WC-Anlage verlegt, vorab klĂ€ren, ob das Reinigungsverfahren so eingestellt werden kann, dass der Betonwerkstein keinen Schaden nimmt.

Weiterhin dĂŒrfen komplex-bildnerhaltige Reinigungsmittel nicht verwendet werden. Diese Produkte sind schichtbildend, was auf einer BetonwerksteinoberflĂ€che zu Scheckigkeiten fĂŒhren kann. Das Schmutzwasser wird in dem Schichtenaufbau gebunden und sieht insbesondere auf weißgrundigen und hellen BetonwerksteinoberflĂ€chen unschön aus. Ein weiterer Aspekt, der gegen die Verwendung von komplexbildnerhaltigen Reinigungsprodukten spricht ist, dass möglicherweise durch den Schichtenaufbau die Rutschhemmung des verlegenden Plattenmaterials beeintrĂ€chtigt oder sogar aufgehoben wird.

Betonwerksteine können auch in BÀdern von Hotels, Altenheimen und KrankenhÀusern eingesetzt werden. In mikrobiologischen Untersuchungen konnte eine Vermehrung von Bakterienkulturen nicht gemessen werden beziehungsweise lediglich ein unbedeutendes Bakterienwachstum festgestellt werden. Eine desinfizierende OberflÀchenreinigung von Betonwerkstein ist möglich, ohne dass die OberflÀche beschÀdigt wird.

Fazit

Betonwerkstein bietet auch als Badezimmer-Belag viele Vorteile, wie zum Beispiel die relative Fugenlosigkeit der großen Formate, die glatte porenlose OberflĂ€che und die vielfĂ€ltigen Strukturen und Farbigkeiten. Jeder Nutzer muss selbst prĂŒfen, ob ein Betonwerkstein dem Anforderungsprofil seines Objektes entspricht und er eine gewisse Gebrauchspatina des Materials akzeptieren kann.



© Info-b | Impressum | Datenschutz | top

Der neue Prospekt
Vielseitigkeit / Infrastruktur

Download