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PEG-GebÀude - Campus Westend, Frankfurt am Main

InstitutsgebĂ€ude fĂŒr Psychologie, Erziehungs- und Gesellschaftswissenschaften

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Das IG Farben-Haus, entworfen vom bekannten Architekten Hans Poelzig, ist nach Freigabe durch die amerikanischen StreitkrÀfte zum zentralen GebÀude der Goethe-UniversitÀt auf dem Campus Westend geworden. Mit seiner monumentalen Architektur und feinsinnigen MaterialitÀt stellt es ein einzigartiges Baudenkmal dar, an dem sich, wie alle anderen Bauten des Campus Westend, auch das PEG-GebÀude orientiert.

Das InstitutsgebĂ€ude bildet zusammen mit dem PrĂ€sidium und dem Max-Planck-Institut einen GebĂ€udekomplex mit gegeneinander verschobenen sechsgeschossigen GebĂ€udeteilen und zwei Gartenhöfen. Es bietet Platz fĂŒr 10.000 Studenten und rund 1.000 Mitarbeiter. Das Bauwerk enthĂ€lt neben den BĂŒros, der Bibliothek und den SeminarrĂ€umen mit 3.000 ArbeitsplĂ€tzen und verschiedenen HörsĂ€len auch eine neue Cafeteria mit 180 PlĂ€tzen. Den Wettbewerb fĂŒr das PEG GebĂ€ude und das angrenzende PA GebĂ€ude (PrĂ€sidium und Administration) gewann 2007 die Gesellschaft von Architekten Thomas MĂŒller und Ivan Reimann, Berlin. Der erste Spatenstich erfolgte 2008, die feierliche Einweihung der GebĂ€ude fand im August 2013 statt.

Das PEG-GebĂ€ude wird durch eine leicht erhöhte, baumbestandene Eingangsterrasse erschlossen. Die Terrasse fĂŒhrt ĂŒber ein großzĂŒgiges, zweigeschossiges Foyer zu den SeminarrĂ€umen und HörsĂ€len der Fachbereiche, der Fachbereichsbibliothek, dem Studien-Informationszentrum und einer Cafeteria.

Beim Eintreten in die lichtdurchflutete Eingangshalle fÀllt sogleich die solide, edle Materialwahl ins Auge. Es wurden nur wenige, hochwertige Materialien verwendet:

. heller Betonwerkstein als Bodenbelag,
. gestockter und warm getönter Sichtbeton fĂŒr die WĂ€nde,
. polierte weiße Betonfertigteile fĂŒr Treppenwangen und UnterzĂŒge sowie
. rötliches Kirschholz fĂŒr Wand- und Deckenverkleidungen, Sitzelemente und HandlĂ€ufe.

In diesem Zusammenspiel der Werkstoffe nimmt der Sichtbeton eine zentrale verbindende Rolle ein und ist raumbestimmendes Element. Er besticht einerseits durch seinen geschickten Einsatz und Planung bis ins kleinste Detail und andererseits durch seine meisterliche handwerkliche AusfĂŒhrung. Um den besonderen, hohen Ă€sthetischen AnsprĂŒchen gerecht zu werden erfĂŒllt der Sichtbeton die Anforderungen nach der höchsten Sichtbetonklasse SB 4.

Verantwortlich fĂŒr die AusfĂŒhrung der SichtbetonflĂ€chen aus Ortbeton (FlurwĂ€nde im EG) war das Bauunternehmen LEONHARD WEISS GmbH Co. KG, Satteldorf. Wie bei solch anspruchsvollen Sichtbetonarbeiten ĂŒblich, wurde vor Beginn der Arbeiten eine ErprobungsflĂ€che unter den örtlichen Baustellenbedingungen hergestellt. Bei der Betonzusammensetzung fĂŒr den geforderten hellfarbigen Sichtbeton der Druckfestigkeitsklasse C45/55 war der Einsatz von Weisszement ohne Alternative. Zum Zuge kamen ein Portlandzement CEM I 52,5 (Dyckerhoff WEISS), ein gelblicher Sand der Körnung 0/2 mm und weiße Quarz-Gesteinskörnung 2/8 mm. In dieser Kombination ergab sich fĂŒr die OberflĂ€che ein „warm getönter“ Weißbeton.

FĂŒr die Verarbeitung erwies sich die Wahl eines „sehr weichen“ Betons (Konsistenzklasse F4) als besonders vorteilhaft. Betonlieferant war die K.H. Gaul GmbH u. Co. KG, Wiesbaden, die fĂŒr eine zuverlĂ€ssige und gleichmĂ€ĂŸige Anlieferung des Betons sorgte.

Zur kĂŒnstlerischen Gestaltung der Treppen in der zweigeschossigen Eingangshalle entschied sich der Bauherr fĂŒr bis zu 6 m hohe und zum Teil abgeschrĂ€gte Betonfertigteile, die möglichst monolithisch, also ohne Fugen oder Ankerlöcher aufgestellt werden sollten. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um 24 Treppenwangen und 6 UnterzĂŒge, die von der Fa. Beton und Naturstein Babelsberg GmbH, Potsdam, alle in der höchsten Sichtbetonklasse SB 4 in gekonnter Weise hergestellt wurden.

Die Anordnung der Treppe an zentraler Stelle der Eingangshalle und die rĂ€umlich klar begrenzte Ausbildung der Treppenwangen lassen die Treppenanlage als eine Raumskulptur erscheinen. VerstĂ€rkt wird dieser Eindruck durch die kontrastierende Helligkeit und GlĂ€tte des Betons der Fertigteile zu den gelb getönten umlaufenden FlurwĂ€nden und den dunklen Sitzmöbeln und Deckenverkleidungen aus Holz. An den Treppenwangen selbst wurde fĂŒr den Betrachter jede Ablenkung dieser Wirkung z. B. durch GelĂ€nder oder HandlĂ€ufe vermieden. ErgĂ€nzend zu den Treppenwangen wird die Eingangshalle im oberen Bereich durch umlaufende UnterzĂŒge aus gleich weißen Betonfertigteilen mit bis zu 6 m LĂ€nge begrenzt und eingefasst. Aussparungen in den Fertigteilen dienten der Aufnahme einer Halteleiste fĂŒr die GlasbrĂŒstung sowie von Lautsprechern und Lichtquellen.

Die Herstellung der scharfkantigen Betonelemente erfolgte im Juli 2010 in Potsdam. Die bewehrten Elemente wurden nach den zur Zeit des Angebotes geltenden Normen, d.h. entsprechend DIN EN 206-1/DIN 1045 in der Druckfestigkeitsklasse C45/55 hergestellt. FĂŒr den Beton selbst kam auch hier Dyckerhoff-Weisszement sowie heller Sand und gelb-weiße, grobkörnige Gesteinskörnung 8/16 aus der Region Frankfurt / Oder zum Zuge. Um den hohen AnsprĂŒchen zu genĂŒgen wurden fĂŒr die Fertigung großflĂ€chige filmbeschichtete Schalungsplatten eingesetzt, die dem ausgeschalten Beton eine planebene OberflĂ€che verleihen. Das Einbringen (liegend geschĂŒttet) und Verdichten des Betons geschah mit FlaschenrĂŒttlern, zum Teil in aufwĂ€ndiger Handarbeit.

Mit den höchste AnsprĂŒche erfĂŒllenden Sichtbetonbauteilen in der Empfangshalle und dem zentralen Treppenhaus ist den Planern und AusfĂŒhrenden ein beeindruckendes Werk gelungen. Ihre dezente aber doch raumbestimmende EinfĂŒgung in die edel eingerichteten zentralen RĂ€ume ist Ă€ußerst bemerkenswert und dĂŒrfte damit auch zu einem leistungsfördernden Wohlbefinden der Studierenden beitragen.










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